Katastrophenübung

Das Feuer ist ein natürlicher Feind, zu seiner Bekämpfung braucht es Menschen mit Mut: Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen. In der Schweiz wird ein grosser Teil der Einsätze nicht von Berufsfeuerwehrleuten absolviert. Die Bürger*innen vieler Gemeinden sind angehalten, Feuerwehrdienst zu leisten. Dadurch wird die Feuerwehr zur letzten Bastion des Gemeinwesens. Hier wird eine bürgerliche Zusammenarbeit gelebt, wie sie in der individualisierten Gesellschaft zunehmend verschwindet. Autorin Anna Papst begibt sich auf Interviewreise durch Feuerwehr-Stützpunkte der Schweiz und befragt die Kommandanten nach ihren Erlebnissen und ihren Bildern von Gemeindezusammenhalt. Aus den eingefangenen O-Tönen sowie aufgezeichneten Interviews von Feuerwehrmännern und -frauen aus der ganzen Welt erstellt sie einen Theatertext, der von Feuer und Zusammenhalt in Aarau, Beinwil am See und New York berichtet. Von Interesse sind Fragen wie: Wer kommt heute in die Feuerwehr? Wer darf rein? Wer kann nicht mitmachen? Rettet man im Alleingang oder ist man nur zusammen stark? Wofür übt man? Wie viele Katzen müssen von Bäumen geholt werden? Wer oder was braucht Rettung? Wie fühlt es sich an, nicht mehr helfen zu können? Was unterscheidet die TFL 1 2004 von der TLF 2 1990? Wofür brennst du?

Chris Iseli
Chris Iseli

Spielort

Alte Reithalle Aarau
Karte

Chris Iseli